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| Chance & Aufwand |
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In der Zukunft werden durch
das Tissue Engineering, die Rekonstruktion von Organen oder Organteilen,
immer weitere und bessere Ansätze für die Behandlung von
Krankheiten in den unterschiedlichsten Bereichen entwickelt. Dabei
werden geschädigte Zellen oder Zellverbände erneuert, damit
die Organe wieder ihre ursprüngliche Funktion ausüben. Ein
nächster Schritt wird die Züchtung ganzer Organe oder Organteile
sein.
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In allen medizinischen Fachbereichen werden Anwendungen für
Stammzellen erforscht oder schon in der Klinik als Therapieversuch
angewandt, um Gewebedefekte zu heilen oder Ersatzgewebe zu züchten:
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In der Kardiologie hält die
Stammzelltherapie nach einem Herzinfarkt bereits Einzug in den
Alltag.
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Unter Laborbedingungen wurden Nierenzellen
mit der Hilfe von Tissue Engineering hergestellt und deren Funktionalität
bewiesen. Weitere Ersatzorgane oder Teile werden ebenfalls unter
Laborbedingungen bereits gezüchtet und experimentell im
Tierversuch eingesetzt.
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Das Vermehren oder
Reproduzieren von Haut- und Knorpelzellen gehört heute
schon zum Alltag in der Medizin, um beispielsweise größere
Hautdefekte oder Knorpeldefekte im Bereich der Gelenke zu überdecken.
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Eine kleine Auswahl von vielen
zukünftigen Anwendungsgebieten: |
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Schlaganfall: Ersatz von defektem Nervengewebe |
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Herzinfarkt: Erneuerung der geschädigten
Herzmuskelzellen |
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Herzschwäche: Erneuerung von schwachem
Herzmuskelgewebe |
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Alzheimer- oder Parkinsonerkrankungen: Reproduzieren
von Nervenzellen |
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Erkrankung der Bauchspeicheldrüse (Zuckerkrankheit):
züchten von Inselzellen zur Insulinproduktion |
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Querschnittslähmungen: Erneuerung der
Nervenbahnen |
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Multiple Sklerose: Ersatz von geschädigten
Nervenzellen |
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Die skizzierten Therapien sind nur ein kleiner Ausschnitt
aus den vielfältigen zukünftigen Anwendungsmöglichkeiten
von Stammzellen durch das Tissue
Engineering.
Um es noch einmal zu betonen: Die Verfügbarkeit der eigenen gesunden
adulten Stammzellen
wird dabei von entscheidender Bedeutung sein. Davon wird es abhängen,
ob man neue, innovative therapeutische Ansätze für bislang
unheilbare Krankheiten für sich in Anspruch nehmen kann. Und
ob man beispielsweise die beim Einsatz fremder Zellen auftretende
Abstoßungsreaktion oder andere Komplikationen vermeiden kann,
welche die Schädigung des transplantierten und des eigenen Gewebes
zur Folge haben.
Nur wer in gesunden Zeiten - wenn die genetische Information noch
nicht durch äußere Einflüsse verändert ist und
bevor der Körper von systemischen Erkrankungen, wie zum Beispiel
Krebsleiden befallen ist - Stammzellen von sich gewinnen und einlagern
lässt, wird von den Fortschritten im Bereich der Medizin und
dem Tissue Engineering optimal profitieren.
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