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Transplantation
Die Situation auf dem deutschen Transplantationssektor ist nach wie vor sehr angespannt. Aufgrund der Diskrepanz zwischen verfügbaren Spenderorganen und benötigten Organen für eine dringend notwendige Transplantation können nicht alle Patienten versorgt werden.

Im Zeitraum von 1990 bis 2002 konnten pro Jahr zwischen 2.000 und 2.400 Patienten transplantiert werden. Jedoch wurden im gleichen Zeitraum jedes Jahr 2.700 bis 3.000 neue Patienten auf die Warteliste für eine erforderliche Transplantation gesetzt.

Zur Zeit warten in Deutschland rund 11.500 Patientinnen und Patienten auf ein dringend benötigtes Spenderorgan. Davon benötigen allein circa 10.000 Patienten eine neue Niere. Die Warteliste für die Nierentransplantation wächst seit Jahren kontinuierlich an, da einerseits immer mehr Patienten dialysepflichtig werden, andererseits nicht genügend Spenderorgane für eine Transplantation zur Verfügung stehen.

Statistik über Transplantions Wartelisten
Statistik über nicht Transplantierte
Für ein Drittel der Patienten, die für eine Lebertransplantation anstehen, kann kein Ersatzorgan gefunden werden. Ähnlich desolat sind die Aussichten der Patienten auf der Warteliste, die auf eine Transplantation von Herz, Lunge oder Bauchspeicheldrüse hoffen. Während die Spenderbereitschaft Jahr für Jahr abnimmt, nimmt die Zahl der benötigen Organe stetig zu. Die Schere zwischen Organangeboten und -nachfragen im Bereich des Transplantationssektors wird weiter auseinander klaffen.

Auch sind industriell gefertigte Maschinen als Organersatz nur in sehr beschränktem Maß und auch nur vorübergehend verwendbar. Diese ersetzen jedoch niemals ein biologisches Organ, sondern wirken nur unterstützend. Zudem kommt es bei diesen Apparaten auch häufig zu Abstoßungsreaktionen und Infektionen.